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Im Januar 1958 setzten sich erstmals einige sportbegeisterte Wollbacher und ehemalige Kanderner Spieler zusammen und fassten den Gedanken einen Wollbacher Fussballverein zu gründen. Zu einer ersten Sitzung am 15. Februar 1958 wurde durch Max Sütterlin und Wilhelm Kull eingeladen. Sie verteilten Zettel an alle Haushaltungen in Wollbach und es erschienen dann auch 30 Personen im Gasthaus Blume zu einer ersten Aussprache, bei der das Für und Wider eines Fussballvereins erörtert wurde. Von der Gemeindeverwaltung erschien der Bürgermeister Adolf Sütterlin und hat in seiner Ansprache bemerkt, dass von Seiten der Gemeinde nicht viel zu erwarten sei, er persönlich aber das Vorhaben voll und ganz unterstütze. Der Oberlehrer Bartholomä kam als Vertreter der Schule und begrüsste das Vorhaben indem er sagte, dass niemand mehr Sport benötige als das Landkind. Auch die Vertreter von Schützenverein und Gesangverein, Fritz Schöpflin und Otto Gräßlin standen hinter dem Vorhaben einen Sportverein zu gründen und tatkräftig zu unterstützen. Nach einem diskussionsreichen Abend wurde dann beschlossen, am 22. Februar 1958 die Gründungsversammlung abzuhalten. Diese Gründungsversammlung des Sportvereins Wollbach leitete Hermann Gresslin mit einer Ansprache ein, in der er betonte, wie wichtig doch ein Sportverein für die Jugend des Dorfes sei und dass er sich freue, überall rege Unterstützung zu finden. Es konnte dann festgestellt werden, dass 56 Personen anwesend waren und es wurden erste Vorschläge für die nun zu wählende Vorstandschaft gemacht. Als 1. Vorstand wurde mit 29 Stimmen Max Sütterlin gewählt. Der Bürgermeister Adolf Sütterlin gratulierte ihm als erster und überreichte einen Fussball mit persönlicher Widmung. Als 2. Vorstand wurde Wilhelm Kull gewählt, Hermann Zäh als Schriftführer, Werner Knoll als Rechner, Hansjörg Sütterlin als Aktivbeisitzer. Als Sportwart stellte sich Alfred Kruschwitz sen. zur Verfügung und Rudolf Mattheis übernahm den Posten des Jugendwartes. Die Mitglieder der Gründungsversammlung waren: Karl Aurnhammer, Obl. Bartholomä, Peter Binger, Fritz Bruder, Siegfried Friedrich, Walter Gerwig, Otto Gräßlin, Gerhard Gresslin, Heinz Gresslin, Hermann Gresslin, Erwin Greßlin, Max Huber, Fritz Hurst, Albert Husar, Alfred Jakobi, Fritz Jakobi, Helmut Karlin, Otto Karlin, Kurt Klamma, Werner Knoll, Walter Koch, Max Kromer, Alfred Kruschwitz sen., Fritz Kuhny, Wilhelm Kull, Erwin Leus, Manfred Lützel, Hans Matt, Edwin Mattheis, Rudolf Mattheis, Ernst Merstetter, Adolf Mertens, Heinrich Mundt, Karl Reinacher, Siegfried Rogalla, Heinz Rosenkranz, Gerhard Rupprecht, Günter Sailer, Willi Schreiber, Fritz Strohmeier, Hanspeter Strohmeier, Wolfgang Strohmeier, Bgm. Adolf Sütterlin, Fritz Sütterlin, Hansjörg Sütterlin, Max Sütterlin, Siegfried Sütterlin, Max van Linn, Karl Vogt, Erwin Weber, Richard Weis, Karl Weisenberger, Fritz Wenk, Joachim Wussow, Hermann Zäh sen., Hermann Zäh Aber um Fussball spielen zu können, brauchte man auch einen Platz. Dazu stellte Fritz Bruder eine Wiese zwischen dem Bahnhof und dem heutigen Autohaus Krug zur Verfügung. Das erste hier ausgetragene Spiel gegen Efringen wurde 2:3 verloren. Die Umkleidekabine von damals befand sich in der "Blume" und der damalige Wirt, Fritz Bruder, hat das Wasser zum Waschen noch persönlich gekocht oder man ging in den Bach zum Waschen. Ab 1960 bis in die 80er Jahre wurde der Platz dann zwischen Hammerstein und Wollbach, in die "Strauch", verlegt. Von Anfang an konnte der SV Wollbach eine aktive Mannschaft in der C-Klasse stellen und auch eine A-Jugend-Mannschaft konnte zusammengetrommelt werden. Die Aktivmannschaft spielte in ihrem ersten Rundenjahr gegen die Mannschaften Marzell, Huttingen, Rheinweiler, Schliengen, Kandern, RW Lörrach, Wittlingen, Liel, Efringen-Kirchen, Auggen, Märkt, und Istein. In dieser Runde gab es 7 Siege, 3 Unentschieden und 14 Niederlagen. Mit 49:73 Toren wurde der 11. Platz vor Istein II und Märkt II erreicht. Im 2. Spieljahr wurde der 9. Platz und im 3. Spieljahr bereits der 3. Platz hinter Istein und Wittlingen belegt. In den folgenden Jahren musste sich die Mannschaft aber wieder meist mit Plätzen am Tabellenende begnügen. 1967 wuchsen die ersten Spieler aus dem Liga-Spielgeschehen heraus und man gründete die erste Alt-Herren-Mannschaft. In der Spielsaison 69/70 wurde dann endlich unsere Kreisliga-C-Mannschaft unter Trainer Helmut Queder zum ersten Mal, und für alle völlig überraschend, Meister und der Aufstieg wurde, wie in Wollbach üblich, mehrere Tage gebührend gefeiert. Die damaligen Gegner wurden allesamt in die Sportlichen Schranken verwiesen und nur der SC Hagen konnte den SV Wollbach an einem schlechten Tag mit 0:2 besiegen, wofür man sich aber in der Rückrunde dann mit 1:5 revanchierte. Mit 20 Siegen, 3 Unentschieden und nur 1 Niederlage stieg der SV Wollbach in die B-Klasse auf. Die Torschützen der gesamten Runde 1969/70 waren: Horst Mattheis (23 Tore), Hans Reinacher (13 Tore), Ernst Montiegel (13 Tore), Walter Roths (12 Tore), Manfred Schwarze (9 Tore), Gustav Walser (4 Tore), Erwin Bürgin (4 Tore) und Manfred Bienger (1 Tor). Von den künftigen Gegnern jedoch wurde dieser Aufstieg weniger gefeiert, denn die hatten zwar keine Angst vor dem SV Wollbach, aber die mussten nun in Wollbach die Kander oder den Waschtrog als Waschgelegenheit benutzen. Vor allem im Winter war das keine Freude, und schon damals gab es Weicheier. Die erste Wasch- und Duschanlage wurde beim SV Wollbach im August 1971 mit einem dreitägigen Sommernachtsfest eingeweiht. Angeblich konnten wegen Regens die Getränke am ersten Abend nicht alle aufgebraucht werden und so musste man halt verlängern. Auf jeden Fall stieg unser Verein im Spieljahr 1970/71 dann prompt wieder ab, denn wie der Vorsitzende Walter Bronner feststellte, fehlte es an spielstarken und spielfreudigen Nachwuchsspielern. Ein Problem, das auch am heutigen Tag noch vorhanden ist. Die Saison 1973/74 entwickelte sich dann wieder zu einem Erfolgsjahr für den Sportverein. Nach der Vorrunde belegte unser Verein den 3. Tabellenplatz und stand am Ende mit 33:14 Toren und 31:5 Punkten vor dem SV Weil als Meister fest. Der Trainer Wolfgang Trescher hatte erfolgreiche Arbeit geleistet. Der Aufstieg in die B-Klasse war wieder erreicht und hier konnte man sich nun auf Dauer etablieren. Das damalige Vereinsheim war ein beliebter Treffpunkt und verhalf dem SV Wollbach zu etwas Wohlstand. Die Vereinswirte Marianne und Erwin Leus führten vorbildlich dieses Heim und hatten einen nicht unwesentlichen Anteil am Erfolg aller hier abgehaltenen Veranstaltungen. Es wurden viele Feste und Sportveranstaltungen abgehalten, weshalb Ende der siebziger Jahre auch der damalige Vorstand Manfred Schwarze sich dahingehend äußerte, man wolle eine neue Sportanlage mit Vereinsheim bauen, der Verein hat ja schon 200 DM (102,25 EURO). Nach einigem Hin und Her und Anträgen beim Sportbund und der Gemeinde wurde dann die "Bürglematt" als neue Sportstätte vom Gemeinderat genehmigt und bei der Jahreshauptversammlung im Mai 1980 konnten die ersten Baupläne, die von Vereinsmitglied Felix Sänger erstellt wurden, eingesehen werden. Am 18. Oktober 1980 wurde dann der erste Spatenstich für unsere heutige Sportanlage gebührend gefeiert. Pfarrer Schmidthenner gab seinen Segen und steckte dann spontan den Regenschirm aufgespannt umgekehrt in den Boden, um darin weitere Spenden der Gemeindemitglieder für das große Vorhaben des Sportvereins zu sammeln. In Verbindung mit dem Sportheimbau ist besonders Manfred Schwarze zu erwähnen, der als 1. Vorsitzender bis zu diesem Zeitpunkt eine Unmenge von Anträgen, Beratungsgespräche, Briefe, Behördentermine und Bittstellungen leisten musste. Er war auch die treibende Kraft bei der Erschließung von Fördergeldern durch Spendeaktionen. Als solche wurde eine Bausteinaktion, bei der man für 5,00 DM einen Baustein für das künftige Sportheim kaufen konnte und eine Haussammlung durchgeführt, außerdem ein Förderkreis gebildet, der durch langfristige regelmäßige Zahlungen einen Betrag von mindestens 50.000,00 DM absicherte. So konnte dann am 12. November 1983 mit dem Richtspruch der Zimmerleute das neue Clubheim eingeweiht werden. Anschließend wurde das Richtfest im alten Vereinheim zünftig gefeiert. Aber noch war trotz der vielen ehrenamtlichen und freiwilligen Arbeitsstunden der Gönner und Mitglieder, allen voran Herbert Weber, Felix Sänger, Erwin Weber und Helmut Jakobi, nicht an den Einzug zu denken. Erst am 23. August 1986 konnte nach 6-jähriger Bauzeit und der enormen Arbeitsleistung von 10.000 Stunden das neue Sportheim und die neue Sportanlage Bürglenmatt offiziell seiner neuen Bestimmung übergeben werden. Heute ist diese Anlage zu einem beliebten Treffpunkt für sportlich Interessierte geworden. Über den Verlauf der weiteren Jahre bis zu unserem Jubiläum 2008 erhalten Sie Informationen in unserer Festschrift, die Sie bei uns anfordern können. Im Verein hat sich mittlerweile auch eine starke Jugendabteilung bilden können, die bis heute weiter ausgebaut wird, und vom SV Wollbach nicht mehr wegzudenken ist. Die Jugendabteilung absolviert mit ihren Trainern und Betreuern Woche für Woche viele Trainingsstunden mit den über 60 Kindern und Jugendlichen, um künftig den Bestand an aktiven Spielern des SV Wollbach zu sichern. Auch wurde im Laufe der Jahre mit der Tischtennisabteilung, Gymnastik, Rückenschulkursen und mit dem Kinderturnen sowie Mutter+Kind-Turnen Abteilungen und Einrichtungen geschaffen, in denen eigentlich fast jeder im Dorf seinen sportlichen Bedürfnissen nachgehen kann. Der Sportverein Wollbach verzeichnet zur Zeit über 600 Mitglieder, die sich auf die Fussballabteilungen, Jugendfussball, Damenfuss (SG Wittlingen-Wollbach), Tischtennisabteilung, Kinder- und Mutter-Kind-Turnen, Gymnastikgruppe und die Rückenschule sowie viele Passivmitglieder verteilen. |